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Warum nicht? #1 - Offene Hemden
Mai 10, 2008, 2:03 Uhr nachmittags
Gespeichert unter: Boys, Fashion, Kolumne

Deshalb: Das offene Hemd, gerne getragen von abgehalfterten Filmstars, Formel 1 Magnaten und verdächtig homoerotisch angehauchten, lateinamerikanischen Sängern, ist die Textil gewordene Form von Angeberei, Protzerei und Proletentum. Gerne kombiniert mit Goldkette und Sonnenbrille zeugt dieser Fauxpas eher von einer fortgeschrittenen Midlife-Crisis, denn von jugendlichem Elan. Da hilft auch keine Carla Bruni. Die Annahme, dass die Menschheit unbedingt in den Genuss der eigenen, überdurchschnittlichen Brustbehaarung kommen sollte ist schlichtweg ein fataler Irrglaube und erinnert den bedauernswerten Mitmenschen nicht an die beeindruckende Potenz des Trägers, sondern vor allem an den Ursprung der Menschheit: Den Affen. Wer also nicht unbedingt Darsteller in einem Porno aus den 70ern ist sollte seine Körperbehaarung möglichst verstecken, wenn nicht beseitigen

Besser: Das Stichwort lautet Understatement, also die Eleganz des Verborgenen. Die wird nicht erreicht mit Bauchnabelweit aufgeknöpften Hemden, sondern klassisch, mit Krawatte oder zumindest bis zum Hals geschlossenen Knöpfen.

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